DConS sind weltweit im Einsatz

Lomé Container Terminal (LCT)

Das LCT Container Terminal befindet sich in Lomé, der Hauptstadt von Togo in Westafrika, und stellt seit der Fertigstellung 2017 ein
state-of-the-art Terminal dar. Um eine hochmoderne Anlage wie in Lomé mit Kapazitäten von mehreren Millionen TEU sowie allen operationellen Prozesse professionell zu managen, ist ein leistungsfähiges IT-System unabdingbar.

Das dazu benötigte Rechenzentrum wird in Lomé von der akquinet AG gestellt. Da zur Go Live-Phase noch weite Teile des Terminals eine Baustelle waren, hatte AKQUINET bereits im Vorfeld ein komplettes mobiles Rechenzentrum in einem Container geliefert - DConS.

Das neuentwickelte und im Oktober 2014 in Betrieb genommene Lomé Container Terminal gehört zum Terminalbetreiber TIL (Terminal Investment Limited SA). TIL unterhält aktuell annähernd 30 Terminals weltweit und gehört damit im internationalen Vergleich zu den fünftgrößten Terminalbetreibern. Muttergesellschaft von TIL ist die Mediterranean Shipping Company (MSC), welche die zweitgrößte Reederei der Welt ist. Geographisch liegt das LCT Terminal am Golf von Guinea und ist damit strategisch hervorragend positioniert, um als Transshipment Hub für die westafrikanische Küste zu dienen. Das LCT Terminal ist der einzige Hafen, der über eine natürliche Wassertiefe von 14 m verfügt und somit auch große Schiffe mit entsprechendem Tiefgang bedienen kann.

Die Abfertigung der Schiffe – also das Beladen und Entladen der Container – erfolgt mit modernstem Umschlaggerät (Equipment). Über das LCT Terminal werden auch die Länder im Hinterland von Togo, die über keinen direkten Seezugang verfügen, mit Waren versorgt. Dazu zählen beispielsweise Mali, Niger und Burkina Faso wie auch die nördlichen Gebiete von Nigeria. Neben dem Entladen und Beladen von Containerschiffen sowie der Lagerung der Container auf dem Terminal bietet LCT noch zusätzliche Dienstleistungen rund um den Container an. Mit der Endausbaustufe (2017) verfügt das Terminal über eine geplante Kapazität von 2,2 Mio. TEUs (20‘ Container) und einer Wassertiefe von 15,5 m. Die Länge der Kaimauer beträgt 1.050 m und die Gesamtterminalfläche 54 ha. Das Terminal ist damit in der Lage Schiffsgrößen mit einer Kapazität von bis zu 14.000 TEU zu bearbeiten. Die Anzahl der Containerbrücken wird dann bei 12 Stück liegen.

 

TIL traf die Entscheidung, an der Küste Westafrikas zusätzliche Terminalkapazität zu schaffen und in Lomé ein neues leistungsfähiges Container Terminal zu bauen. Um moderne Terminals mit Kapazitäten von mehreren Millionen TEU und alle operationellen Prozesse professionell zu managen, ist ein leistungsfähiges IT-System heute unabdingbar. Die Wahl von LCT fiel auf das Terminal Operating System TOPS des australischen Softwarehauses RBS (Realtime Business Solutions). Das System TOPS ist weltweit im Einsatz und bereits in 25 Container Terminals implementiert. Die RBS EMEA ist das europäische Office und erbringt alle sogenannten „project services“ im Rahmen einer TOPS Implementierung mit der geographischen Verantwortung für Projekte in Europa, Mittelmeer und Afrika. Für den Kunden TIL bietet die RBS EMEA aber auch Beratungs- und Projektleistungen über den genannten geographischen Bereich hinaus an. Das in Lomé benötigte Rechenzentrum wird von der akquinet AG gestellt.

Ziel aus Sicht der RBS EMEA war es, die TOPS Software termingerecht zu liefern und erfolgreich zu implementieren und damit die Voraussetzungen zu schaffen, dass das Terminal zum geplanten Zeitpunkt erfolgreich den Betrieb aufnehmen kann. TIL hat sich nach mehreren erfolgreichen TOPS-Implementierungsprojekten in Marseille (Frankreich), in Klaipeda (Litauen) sowie in Santos (Brasilien) erneut für die Zusammenarbeit mit der RBS EMEA entschieden. Die Kollegen der RBS EMEA verfügen neben dem Projektmanagement-Know-how über wesentliche Erfahrungen mit dem Management hochkomplexer Projekte im internationalen Umfeld. Zusätzlich kennt die RBS EMEA die Prozesse eines Container Terminals und die besonderen Herausforderungen im Umgang mit Softwareimplementierungen in Häfen.

 

Bei dem Projekt TOPS Implementierung im Lomé Container Terminal (LCT), Togo handelt es sich um ein hochkomplexes Projekt im internationalen Umfeld. Für die Zusammenarbeit zwischen dem internationalen Team des Kunden, bestehend u.a. aus Niederländern, Belgiern, Indern, Chinesen, Dänen, Polen und Togolesen und dem RBS Team aus deutschen, australischen und vietnamesischen Mitarbeitern, war es eine Herausforderung das gesamte internationale Expertenteam gut zu koordinieren. Die Berater der RBS EMEA haben neben ihrer eigentlichen Rolle des Softwarelieferanten zum Teil auch die Rolle des „Übersetzers“ zwischen den Hafenarbeitern und der IT-Abteilung übernommen, da diese bekanntlich nicht immer dieselbe „Sprache“ sprechen. Erforderliche Kompetenzen sind neben den Systemkenntnissen und den Projektmanagement-Erfahrungen auch die sehr guten Kenntnisse der operativen Prozesse eines Container Terminals.

Zur Go Live-Phase waren weite Teile des Terminals noch eine Baustelle. Das Betriebsgebäude war nicht fertiggestellt und auch das Umschlaggerät (Containerbrücken, Krane in der Fläche) war noch nicht in vollem Umfang geliefert bzw. vollständig kommissioniert und abgenommen. Die akquinet AG hatte bereits im Vorfeld ein komplettes mobiles Rechenzentrum in einem Container an LCT geliefert, welches von den Teams vor Ort für das Training und zum Testen genutzt wurde. Vor dem Hintergrund, dass das Betriebsgebäude noch nicht fertig ist, läuft der Betrieb des ganzen Terminals weiterhin über das von der akquinet AG gelieferte mobile Rechenzentrum im Container. Wenn das Betriebsgebäude einmal fertig ist, wird dort ein weiteres Rechenzentrum integriert werden und der
Rechenzentrum-Container wird als Backup-Lösung weiter vor Ort verbleiben.

 

 

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